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EurECA - European Educators' Christian Association
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EurECA Konferenz 2005

Wie können wir heute lieben ?

Le Rimlishof, Bühl, Frankreich
Die EurECA-Konferenz 2005 fand im Rimlishof im Elsaß, Frankreich, statt. Die zum Hof gehörenden Gebäude schmiegen sich an die grünen Hänge eines kleinen Tales zwischen Bühl und St. Barnabé. Der einstmals am Hügel gelegene Bauernhof wurde vor über 50 Jahren ein Konferenz- und Einkehrzentrum, das unter der Leitung des Bibelzentrums stand. Vom 5.- 9. Mai diesen Jahres war er Treffpunkt christlicher Erzieher aus ganz Europa.

Rund siebzig Teilnehmer aus vielen Ländern versammelten sich hier: von Britannien bis Bulgarien; Finnland bis Frankreich; Schweiz bis Spanien; und viele mehr als in den Alliterationen genannt werden. Sie kamen aus neu gegründeten Christlichen Schulen, älteren kirchlich geleiteten Schulen, staatlichen Schulen verschiedenen Typs, internationalen Schulen und theologischen Seminaren. Einige leiteten nationale Vereinigungen christlicher Lehrer; einige arbeiteten bei Organisationen mit, welche das christliche Erziehungswesen und Zeugnis in Schulen unterstützen; andere halfen Hauslehrern bei ihrer Arbeit. Während des Wochenendes, bei Mahlzeiten und Kaffepausen wurden alte Kontakte aus früheren Konferenzen aufgefrischt und diejenigen, die das erste Mal dabei waren, konnten neue Freundschaften schließen, welche sich mit der Zeit vertiefen können.

Die Hauptvorträge zum Thema Agape im Kontext der Erziehung wurden von Luc Bussière und Armin Mauerhofer gehalten. Sie sahen folgende Schwerpunkte als besondere Herausforderungen:

  • Agape im theologischen und philosophischen Zusammenhang
  • Agape in der täglichen erzieherischen Arbeit
  • Agape im Klassenraum

In vielen Arbeitssitzungen, welche von den Hauptrednern und anderen geleitet wurden, versuchte man die einzelnen pädagogischen Teilergebnisse in das Gesamtthema zu integrieren. Stärken, Schwächen, Gefahren und Chancen innerhalb der verschiedenen nationalen und regionalen Situationen wurden in kleinen Gruppen ausdiskutiert. Am letzten geselligen Abend, unterhielten uns die Teilnehmer mit Liedern und Geschichten aus ihren eigenen Ländern. Wir hörten auch von Gebetserhörungen über die gegenwärtige Öffnung besonders von Ländern des früheren Ostblocks gegenüber der Weitergabe der christlichen Botschaft. In diesem Zusammenhang stachen besonders Anliegen hervor, die von einigen Kollegen der dort entstehenden neuen Nationen ausgedrückt wurden. Sie erzählten, wie im Gegensatz zu den Tagen, als die Verfolgung der Christen über alle Konfessionsgrenzen hinaus vereinte, die Demokratisierung bisweilen in einigen der wachsenden Gemeinden zu Spaltungen und Debatten geführt, und Freundschaften und Beziehungen auseinandergerissen hatte. Auch christliche Lehrer und Schulen, besonders einige der unabhängigen christlichen Einrichtungen, waren in ihrem Dienst durch diesen Einfluss gefährdet. Sie sind sehr dankbar für unsere Gebete.

Die Generalversammlung der EurECA fand während der Konferenz statt. Da einige unserer Kollegen in den Ruhestand getreten sind, war der Wunsch nach frischem, jungem Blut, so wage ich einmal zu sagen, laut geworden. Deshalb wurden jüngere Mitglieder gebeten, in den Vorstand nachzurücken. John Shortt, unser Reisesekretär ließ uns an den vielen Segnungen und Herausforderungen, die er erlebt hatte, teilnehmen. Johns unermüdliche Arbeit bestand darin, viele Länder, insbesondere jene im ehemaligen Ostblock zu besuchen und Christen in ganz Europa in ihren Erziehungsaufgaben zu ermutigen.

Er berichtete über seine Arbeit und wie er durch e-mail, postalische und persönliche Kontakte auf den Treffen und Konferenzen die Kommunikation ausgeweitet hatte. Es war für uns alle ermutigend und herausfordernd, zu erfahren, wie an vielen Orten Menschen nach dem Wort Gottes hungrig sind, nachdem sie gemeinsame Anbetung in Freiheit kaum erlebt hatten. Unterstützen Sie ihn im Gebet. Sie können sich noch mehr über seine interessante Arbeit informieren, wenn Sie Ihre e-mail Adresse auf seinen Verteiler hinzufügen.

Wie immer bei solchen Gelegenheiten, nahm das gemeinsame Essen der Teilnehmern eine Schlüsselrolle ein; auch bei Ausflügen zu interessanten Plätzen in der Umgebung und manchmal bis spät in den Abend hinein, nachdem die Sitzungen schon lange beendet waren. Das Abendmahl bildete den Abschluß der Konferenz. Für kurze Zeit ließ jeder seine persönlichen Sorgen und Verantwortlichkeiten als Erzieher beiseite, als John Shortt seine Bibel öffnete und unsere Anbetung leitete. Es war inspirierend zu hören, wie die Lobpreislieder, die uns allen bekannt waren, in den verschiedenen Sprachen gesungen wurden. Der Gottesdienst bildete den Schlusspunkt dieses schönen Wochenendes mit der bewegenden Erfahrung von Gemeinschaft auf internationaler Ebene über die Konfessions-, Sprach- und Kulturgrenzen hinaus.

Am Ende der Konferenz kehrten die Teilnehmer gestärkt und herausgefordert in ihre Heimat und an ihre Arbeit in alle vier Ecken Europas zurück. Sie waren erfrischt durch neue oder erneuerte Freundschaften und Beziehungen in Christus; und herausgefordert in einer sich verändernden Welt ihre Vision mit anderen christlichen Erziehern zu teilen – eine Vision, die über unsere Sicht und unsere Einflussbereiche hinausgeht. Wenn ich an die Nöte der Christen in Europe im allgemeinen und über diejenige der Erzieher im besonderen nachdachte, und ihre Unterschiede um des Evangeliums willen beiseite schiebe, dachte ich an einen Spruch, den ich früher einmal gelesen hatte. Er stammt aus einem Schriftstück über internationale Erziehung; aber es könnte auch ein deutlicher Ruf an Christen in ganz Europa und der Welt sein!

Zusammen kommen ist der Anfang.
Zusammen bleiben bedeutet fortschreiten.
Zusammen arbeiten ist die Zukunft der Welt.

John Muir (Vereinigung christlicher Lehrer, Scotland)