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Die Liebe Gottes im Klassenzimmer von Sylvia Baker & David Freeman

Buchbesprechung von John Shortt

The Love of God in the classroom(Dieses Buch wurde dieses Jahr vom Christian Focus Publications veröffentlicht und kostet 7,99 Pfund. Es ist beziehbar über: Christian Schools´ Trust, Havering Grange, Havering Road, Romford RMI 4HR, UK.)

Dieses Büchlein ist ein Edelstein, das von der ersten bis zur letzten Seite Erzählungen enthält, die zu einer vertrauungsvollen Hingabe an einen treuen Gott inspirieren. Obwohl man den Untertitel so verstehen könnte, geht es hier nicht um die Geschichte der etwa 100 neuen Freien Christlichen Schulen in England, sondern es enthält

Erzählungen über 17 der 46 Schulen, die zum Christlichen Schulverband gehören. Aber wenn man diese in Zusammenhang liest mit der kurzen Einführung zu der neuen Bewegung in den Christlichen Schulen, die Sylvia Baker, einer der Autoren, in der Einleitung gibt und noch dazu ein Abschlusskapitel berücksichtigt, das mehr über den Verband Christlicher Schulen selbst, erzählt, so gibt das Buch einen wirklichen Einblick in die Vision und den Glauben von vielen, die die neuen Christlichen Schulen in England gründeten und weiterführen.

Einige der Erzählungen sind sehr ausführlich, andere wieder sind ganz kurz. Die Schulen, von denen hier berichtet wird, liegen geographisch weit auseinander, von Southampton, an der Westküste Englands bis Stornoway auf den Inseln im Nordwesten Schottlands und Bangor, jenseits der Irischen See in Nordirland. Einige der Schulen sind an eine bestimmte Ortskirche fest angeschlossen, andere an eine Gruppe von Ortskirchen und wieder andere wurden gegründet und werden weitergeführt von engagierten Eltern. Einige davon sind Volksschulen, andere begannen mit jüngeren Kindern und erweiterten später den Schulbetrieb bis zur Mittelstufe für Kinder bis zum 16. Lebensjahr. Die Schulen sind unterschiedlich groß, angefangen von sehr kleinen, bis zu solchen, die 200 und mehr Schüler haben. Das ist noch nicht groß, sondern wie der Titel eines Bestsellers vor einigen Jahrzehnten schon sagte, „klein, aber fein“. Und der Einfluss der Schulen mit sehr begrenzten Mitteln, kann bei weitem den der Schulen, die auf einer breiteren finanziellen Basis stehen, übertreffen.

Die Mehrheit der Geschichten enthält auch kurze Zeugnisse von früheren Schülern und wie Baroness Cox in ihrem Vorwort sagt, „die Geschichten in diesem Buch klingen wahr“. Darüber hinaus berichtet Sylvia Baker in ihrer Einführung von einer interessanten, neueren Umfrage. Sie führte sie mit Hilfe von Fragebögen durch, die sie an so viele frühere Schüler, wie sie nur irgendwie ausfindig konnte, verschickte.

Sie erhielt daraufhin viele ermutigende Antworten und hat jetzt diese Umfrage auf weitere elf neue, Christliche Schulen erweitert. Und wiederum erwiesen sich auch diese Ergebnisse als ermutigend. Sie schreibt: „Von den 240 jungen Erwachsenen im Alter zwischen 17 und 32 Jahren, die ihren Fragebogen zurückschickten, bezeichneten sich 80% als praktizierende Christen, und 73% von Ihnen sind Mitglieder von Gemeinden. 70% empfanden nicht, dass sie in irgend einer Weise überbehütet worden wären. 78% fühlten sich gut vorbereitet für die nächste Lebensphase. 87% der Befragten sagten, dass sie gern zur Schule gegangen waren“.

Auf ihre Erinnerungen an ihre Schulzeit angesprochen, redeten die jungen Leute immer wieder von einem liebevollen Umfeld und guten Beziehungen zwischen den Kameraden untereinander und Schülern und Lehrern (S.17). Wenn diese Umfrage beendet ist, wäre es sehr gut, wenn man sie mit Hilfe statistischer Methoden auswerten und wenn möglich, mit dem Ergebnis einer ähnlichen Umfrage bei anderen Schularten vergleichen würde, z.B. bei schon länger bestehenden Schulen, die von verschiedenen Christlichen Gemeinschaften in England gegründet und geführt wurden, oder z.B. bei den älteren (und erheblich teureren) Freien Schulen, von denen einige christliche Grundlagen haben.

Ziemlich am Anfang ist im Buch eine hilfreiche Karte, die die Verteilung der an den CST (Christlicher Schulverband) angeschlossenen Schulen in ganz England zeigt. Sie zeigt 42 in England, 5 in Schottland, 1 in Nordinland und keine in Wales (seltsamerweise entspricht das nicht genau der Liste der Mitgliederschulen am Ende des Buches). Es wäre interessant, mehr Informationen über die etwa 50 neuen Christlichen Schulen zu haben, die nicht zum Christlichen Schulverband gehören. Wo liegen sie? Sind sie in der Regel kleiner als die Schulen, von denen hier erzählt wird. Oder sind einige von ihnen größer? Sind ihre Erziehungsmethoden anders? Das Buch liefert keine genaue Beschreibung der geistigen Grundeinstellung der neuen Christlichen Schulen, aber in den Geschichten finden wir Hinweise darauf und ein kurze Darstellung (im Schlusskapitel über den Christlichen Schulverband) von dem, was sich die Autoren als „radikal anderen Lehrplan“ und eine „radikal andere Sichtweise des Kindes“ vorstellen. Ich bin persönlich überzeugt, dass es einige, wenn nicht gar viele christliche Lehrer in den verschiedenen Schulen gibt, die dieses Anliegen durchaus teilen, die Klassen im christlichen Sinne zu unterrichten und die Kinder als Ebenbild Gottes und Teil der gefallenen Menschheit zu betrachten.

Wir finden in diesem Buch auch nur wenige Details über die Zusammenarbeit der Christen aus den neuen Christlichen Schulen und solchen aus anderen Schultypen in England, im Hinblick auf die Erziehung aus biblischer Sicht. Kein Buch kann allem gerecht werden, aber ich weiß aus eigener Erfahrung, dass in den verschiedenen Ländern solche Zusammenarbeit auf einem viel höheren Niveau als durchschnittlich in England besteht. Und das hätte sehr wohl als weiterer Aspekt zur Geschichte der neuen Christlichen Schulen erwähnt werden müssen.

Welche Bedeutung das hat, erlebte ich zuhause, als ich vor einigen Jahren das Charis Projekt leitete (Aufbau einer Lehrmittelsammlung, die helfen soll, die geistig / moralische Entwicklung der Kinder zu fördern und die für den gesamten Lehrplan gilt). Ich schätzte außerordentlich, dass sich Lehrer von neuen Christlichen Schulen neben christlichen Lehrern anderer Schulen einbrachten, indem sie die Schreibarbeit leisteten. Außerdem erfuhr ich große Hilfe von verschiedenen neuen Christlichen Schulen, die unser Entwürfe in ihren Klassen testeten. Ich glaube, dass wir einander viel geben und auch viel von einander lernen können. Deshalb empfehle ich dieses Buch jedem, dem der Einfluss des christlichen Glaubens in der Welt der Erziehung und in dem Leben und Denken der Kinder und jungen Leute, am Herzen liegt. Versuchen Sie, sich ein Buch zu beschaffen und, wie Sylvie Baker am Ende ihres Einführungskapitels sagt, „Beginnen Sie einfach zu lesen, und Sie werden staunen“.

John Shortt