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EurECA - European Educators' Christian Association
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Unterstützung von Christen in der Erziehung
von Trevor Cooling und Mark Greene

Buchbetrachtung von John Shortt

Cooling Book CoverDas Londoner Institut für zeitgenössisches Christentum wurde im Jahr 1982 von Dr. John Stott gegründet. Sein Ziel ist es ganzheitliche Jüngerschaft zu einem zentralen Bestandteil der Kirchenkultur im Vereinigten Königreich zu machen, und 'gewöhnliche' Christen dazu zuzurüsten, das Evangelium im Alltag, in dem sie leben und arbeiten vorzuleben und mit zu teilen. Weitere Informationen über die Arbeit und ebenso viele hilfreiche Materialien vom Institut können auf der Website www.licc.org.uk gefunden werden.

„Unterstützung von Christen in der Erziehung“ ist eine der neuesten Veröffentlichungen des Institutes. Es wurde von Dr. Trevor Cooling vom Transforming Lives Project (www.transforminglives.org.uk) zusammen mit Dr. Mark Greene, dem Director des Institutes geschrieben.

Dieses 42 seitige Büchlein zeigt eine große Vision von der Einbindung von Christen in die Erziehung auf und ist von vorne bis hinten gefüllt mit Ermutigung und umsetzbaren Ideen für Gemeindeleiter, Jugendarbeiter, Lehrern und Eltern.

Das Buch beginnt mit einem einleitenden Kapitel, das von Mark Greene in seinem unnachamlichen Stil geschrieben wurde und in dem er über die Trennung von heiligem und säkularem spricht, das die christlichen Gemeinden an der Erfüllung ihres Auftrages für diese Welt hindert. Er schreibt: „Die Frage für christliche Gemeinden, Gemeindeleiter und Menschen sollte nicht nur sein ‚Wie kann diese Person der Gemeinde dienen?‘, sondern genauso ‚Wie möchte Gott diese Person in ihrem Leben gebrauchen?‘ (S. 6)

Trevor Cooling (siehe Bild rechts) leitet dann über und arbeitet heraus, was dies im Kontext der Schule bedeuten kann.

In Kapitel 2 schaut er erst auf den ideologischen Kontext und argumentiert, dass, entgegen der Tatsache, das einerseits in manchen Bereichen Christen in der Erziehung zunehmen, andererseits aber „die dominante Ideologie sekular ist, welche, auch wenn sie den moralischen und sozialen Nutzen des christlichen Lebens gutheißt, dennoch nicht die Lehrmeinungen akzeptiert, die sie hervorbrachten“ (S. 9). Im Angesicht des Sekularismus, müssen christliche Lehrer und Schüler sich im Klaren darüber sein, wie dies ihr auch ihr eigenes Denken beeinflussen kann und sie genauso Treu in einem heidnschen Umfeld sein müssen, wie es Daniel war.

In Kapitel 3 wendet sich Trevor Cooling dem seelsorgerlichen Bereich zu und beginnt mit der kurzen aber aussagekräftigen Äußerung, dass „dies harte Zeiten sind, um im UK ein Kind zu sein“ (s. 11). Ich sollte an diesem Punkt sagen, dass, obwohl dies Buch für den brittischen Raum geschrieben wurde, ich glaube, dass seine Aussagen für eine größere Zahl von Ländern überall in Europa gültig sind und, leider auch darüber hinaus. Gemeinden müssen christliche Kinder und Jugendliche unterstützen, da sie in einer Kultur aufwachsen, die „riesigen Stress und Angst verursacht“ (S. 11). Auch Lehrer sehen sich einem wachsenden Druck ausgesetzt: mehr Arbeit und höhere Anforderungen, abnehmenden Respekt und, leider, sehr schade, abnehmendes Verständnis und Unterstützung für ihren „Frontauftrag“ durch ihre Gemeinden. Im Angesicht dieses Druckes, müssen Kinder und Lehrer nicht nur überleben, sondern genauso mit einer positiven Einstellung in ihren Schulen vorangehen.

Kapitel 4 bietet eine excellente Zusammenfassung einer christlichen Perspektive auf das Curriculum und zeigt an Hand vieler Beispiele, dass es nicht neutral ist. Das Kapitel schließt mit einem kurzen Absatz bzgl. des Unterschiedes zwischen einem unverwechselbaren und einem einmaligen Christen. „Was einen ansatzweise unverwechselbaren Christen ausmacht, ist, dass der Lehrer oder Schüler das Thema bewusst in ein System von Ideen einbindet, dass aus dem christlichen Glauben kommt“ (S. 19). Wir mögen vieles mit anderen gemeinsam haben, die keine Christen sind, aber es kommt mehr darauf an, dass wir treu im Glauben sind als unterschiedlich.

Kapitel 5 geht die Thematik an, wie wir mit der religiösen Vielfalt von unserer zeitgenössischen Kultur umgehen sollen. Trevor Cooling umreißt drei Schlüsselstrategien: gemeinsame Werte, die allgemein gültig sind, mit jenen aus anderen Glaubensrichtungen in Dialog treten und ein unverwechselbares christliches Zeugen sein. Wir können beides: die Wahrheit unseres Glaubens zu bezeugen und , zugleich, andere zu behandeln, wie wir selbst behandelt werden wollen.

Kapitel 6 handelt davon, wie Gemeinden Schüler in Schulen, auf dem Gymnasium und der Universität unterstützen kann und beginnt mit dem oft zitierten, aber sehr wichtigen afrikanischen Sprichwort: „Es braucht ein Dorf, um ein Kind zu erziehen“ (S. 24). Sehr detaillierte praktische Hinweise werden bezüglich der Auswahl der Schule, des Gymnasiums oder der Universität gegeben und wie eine Gemeinde eine Umgebung schaffen kann, in der Lernen auf christlicher Basis zunimmt.

Kapitel 7 geht dazu über, wie Gemeinden Lehrer unterstützen kann und es gibt Bereiche zu der Thematik, wie man eine auf den Lernenden ausgerichtete Gemeinde aufbauen (S. 27), biblisches Verständnis fördern, nicht nur biblisches Wissen (S. 27),  einen Kontext schaffen kann um wichtige Belange, die den Lehrer betreffen, anzugehen und Lehrer als Partner der Mission zu begreifen (S. 28).

Kapitel 8 beinhaltet 5 kurze „ Gute Nachrichten über Christen, die Erziehung unterstützen“, die alle aus der englischen Stadt Cheltenham kommen, wo Trever Cooling lebt. Kapitel 9 bietet Ratschläge dafür an, wie man durch geziehlte Aktionen Christen in der Erzeihung unterstützen kann (diese werden wegen der vielen Vorschlägen schon in kapitel 6 und 7 behandelt).

Kapitel 10 erzählt „Terry’s Geschichte“, eine wahre Geschichte von Terry einem Schulleiter der eine absteigende Sekundarschule in eine erfolgreiche verwandelte. Wie geschah dieses Wunder? Terry zufolge ist das Geheimnis „gelebte Prinzipien“und er sagt weiter:

„Als ich zum ersten Mal in der Bishop Bell School ankam, haben die Kinder zu mir gesagt: ‚Wir sind Müll, die Schule ist Müll. Jeder denkt, dass die Schule Müll ist!‘ Aber als ein christ denke ich, dass wir alle von höchstem Wert sind, und dies wurde zu einer Leitplanke unseres missionarischen Erklärung.“

 

Das Buch schließt mit einer sehr hilfreichen liste von Material, einschließlich Büchern über Erziehung und ganzheitlicher Jüngerschaft und über christliche Organisationen, die in Erziehung eingebunden sind (EurECA eingeschlossen!). Zusätzlich gibt es noch 2 Fragebögen, die Gemeinden nutzen können, um herauszufinden, (1.) in wie weit ihre Mitglieder in Erziehung eingebunden sind und (2.) und das Lehren und Lernen zu verbessern, dass sie in Gemeinde und in ihrem Leben erfahren.

Für den Preis von 5 GBP (+ Versand und Verpackung) kann „Unterstützung von Christen in der Erziehung“ sowohl am Londoner Institut zeitgenössischer Christenheit (http://www.licc.org.uk/bookshop/booklets) oder dem Stapleford Centre (http://www.stapleford-centre.org/bookshop/) bestellt werden.

Obwohl für den brittischen Raum geschrieben, empfehle ich von ganzem Herzen dieses Buch für solche Christen, die in anderen europäischen Ländern in Erziehung eingebunden sind. Es gibt eine positive Vision für christliche Einbindung in Erziehung, die vorangeht, anstatt      sich auf das bloße Überleben in einer feindlichen Umgebung zu konzentrieren. Es enthält wahre tägliche Geschichten, die diese Vision erwecken, und praktische Vorschläge von Ideen und Strategien, die helfen, es in die Tat umzusetzen.

Das Kapitel über den Lehrplan ist ein Edelstein. Und im Gegensatz zu vielen für Christen in Bildung geschriebenen Büchern, atmet es mit einer Sorge, die Schule aus dem Blickwinkel von Kindern und jungem Volk zu sehen.

Ein Letztes: Es kann sein, dass Sie sich fragen, warum es einen Apfel auf der Bedeckung der Broschüre gibt. 'Ein Apfel für Lehrer' ist ein allgemeiner Ausdruck auf Englisch, weil er in früheren Zeiten das Geschenk eines Kindes für seinen Lehrer war.

John Shortt