Die Kunst des christlichen
Unterrichts
von John Van Dyk
Buchbesprechung von John Hallett
Das
vorliegende Buch formuliert Aspekte einer christlichen Pädagogik.
Der Stil, in dem es präsentiert wird lässt es für
Lehrer zu Beginn ihrer Karrieren geeignet erscheinen. Forschungen
haben gezeigt, dass ein Bedürfnis für Texte besteht,
die sich mit einer guten Lernumwelt, mit wirksamen Unterrichtsmethoden
und christlichen Perspektiven in Bezug auf Philosophie und
Lehrplan-Theorien beschäftigen.
Der Autor versucht in einer einfachen Art und Weise achtzehn
Themen abzuhandeln, die für junge Lehrer, die beginnen
wollen christliche zu lehren interessant scheinen. Die Gliederung
ist einfach und übersichtlich, die Übersichten und
Notizen auf dem Buchrücken sind hilfreich.
Der Stil und Inhalt dieses Buches ist dem des ersten Buches
desselben Autors 'Letters to Lisa’ (Dordt Presse,
1997) ähnlich. Dieses erste Buch wurde in Form eines
Dialoges zwischen dem Autor, einem Professor mit 34 Jahren
Lehrerfahrung, und seiner Tochter Lisa, die seit zwei Jahre
unterrichtete geschrieben. Es enthält Dialoge über
22 die Pädagogik und das Unterrichten betreffende Fragen.
Kurze Dialoge zwischen Lisa und ihren Kollegen leiten längeren
Betrachtungen des Autors ein. Der Kontext in dem die Fragen
behandelt werden sind Christliche Schule in den USA oder Kanada
und einige der Vorschläge erscheinen auch nicht angemessen
oder brauchbar für andere Kontexte. In manche der Definitionen
und Settings werden transatlantische Unterschiede sichtbar,
dies vermindert aber keinesfalls den Wert der Abhandlungen
als Herausforderung zur Reflexion für christlichen Lehrer.
Bei einigen Themen, präsentiert Van Dyk eine Kritik
der Positionen die für gewöhnlich vertreten werden
und diskutiert die Gedanken und Mottos die mit ihnen verbunden
werden. Es erscheint, dass der Autor die Absicht hatte die
Themen nahezu vollständig darzustellen, was den Kritiker
ein bisschen langweilte, was aber einem Lehramtsstudenten
einen Überblick über die Szene ermöglicht.
Der Autor zeigt eine willkommene Bereitwilligkeit, eindeutig
und zweifelsfrei auf Handlungsmöglichkeiten hinzuweisen.
Demgegenüber mussten Generationen von Studenten ihr Studium
mit dem Gefühl abgeschlissen, dass ihre Tutoren nur vage
über die Praxis berichteten, wo sie Klarheit benötigt
hätten. Wirkliche Hindernisse für einen wirksamen
christlichen Unterrichten werden mit Realismus behandelt.
Die Themen Autorität und Verantwortung werden besonders
gut dargestellt, indem Grundprinzipien in Verbindung mit täglicher
praktischer Bedeutungen dargestellt werden. Alle Fragen sind
wirkliche Fragen und alle Reflexionen sind von Weisheit gekennzeichnet,
die aus der jahrzehntelangen Erfahrung gewonnen wird.
Ich fand, dass wie im ersten Buch, Überlegungen zu Fragen
Christlicher Curriculum Theorie fehlten. Unser Verständnis
von Natur, Geschichte oder Mathematik beeinflusst die Art
und Weise unseres Unterrichtens, sogar jüngerer Kinder
und Theorie muss immer durch die Praxis ergänzt werden.
Dieses Buch erreicht das nur andeutungsweise und oft ist eine
fortgesetzte Behandlung der Thematiken ratsam.
Ich empfehle dieses Buch christlichen Lehramtsstudenten und
Lehrer im Frühstadium ihrer Unterrichts Karriere.
John Hallett
(Diese Buchbesprechung ist angelehnt der Besprechung in Journal
of Education & Christian Belief, 5:2, Autumn 2001, pp.
161-2)
|